Schattierungen von Gelb und Braun

Die Dünen von Sossuvlei.

Namibia ist das trockenste Land im südlichen Afrika und gleichzeitig ein Land mit so einer unglaublichen Anziehungskraft und Vielfalt, wie ich es bis dahin noch nicht erlebt habe. Die Landschaft hat mich bei einer Reise 2014 nachhaltig beeindruckt. Ich wusste bis dahin nicht, wie viele Nuancen Braun- und Gelbtöne haben können. Namibia hat eine ganz eigene Stimmung, der man sich einen ganzen Tag auf einer Farmveranda hingeben kann. Das Erlebnis schlechthin im südlichen Afrika sind aber natürlich die Tierbeobachtungen, vor allem im Etosha-Nationalpark.

So weit das Auge reicht

Die Wildtierbestände sind mittlerweile leider weitgehend auf die geschützten Gebiete beschränkt. Der Etosha-Park gehört zu jeder Namibia-Rundreise, es gibt aber auch eine Reihe von privaten Farmen, wo Wildtiere gehalten werden. Ja, auch solche, wo die Tiere nicht dafür gezüchtet werden, um Großwildjägern aus Europa, Asien oder Nordamerika einen Kick am Abzug bescheren sollen.

Die Farmen sind teilweise riesig. Wir waren auf einer Farm, die die Größe der Stadtfläche Münchens hatte. Die Weite ist überwältigend, und wer durch Namibia reist, muss zwangsläufig lange Fahrten in Kauf nehmen. Dafür wird man mit atemberaubenden Landschaften belohnt. Wen man am Straßenrand hält und mal aussteigt, hört man tatsächlich: nichts. Eine ganz und gar durchdringende Stille.

Was in Erinnerung bleibt, ist das Licht. Vor allem die Atmosphäre kurz vor dem Sonnenuntergang wird man nicht vergessen, wenn man das einmal erlebt hat. Da habe ich verstanden, was diesen Sog ausmacht, diese Faszination für das südliche Afrika. Auch für jemanden wie mich ist das schwer zu beschreiben. Mir ist klar, dass ich nicht das letzte Mal in Namibia war.

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