Eine Stadt der Kontraste

Große Unterschiede zwischen Lebensverhältnissen sind in allen Großstädten der Welt zu finden. Armut findet man in Singapur zwar kaum, aber die kulturellen – und finanziellen – Unterschiede sind hier doch an vielen Stellen mit Händen zu greifen. Zumal die entsprechenden Viertel nur ein paar Metro-Stationen voneinander entfernt liegen.

Blick auf die Innenstadt samt Riesenrad von der Nordseite des Gardens by the Bay aus. Fotografiert mit einem künstlichen Filter.

Wer Luxus sucht, wird in den Shopping-Malls der Innenstadt fündig. Vor allem gilt das für die Shopping-Mall an der Marina Bay. Auch die Anlage „Gardens by the Bay“ steht für Luxus und das Bedürfnis Singapurs, den Touristen hier Außergewöhnliches zu bieten. Herzstück der Anlage sind zwei große Kuppeln. Eine beherbergt einen künstlich angelegten Nebelwald, in der anderen wachsen Blumen in allen Farben des Regenbogens. Der Rest der Anlage hat bis auf einen tollen Blick auf die Stadt von der Nordseite des Parks aus nicht allzu viel zu bieten.

Mit dem nötigen Kleingeld in der Tasche kann man unterhalb des Luxus-Hotels Marina Bay Sands – dem neuen architektonischen Wahrzeichen der Stadt – innerhalb von ein paar Stunden locker den Gegenwert eines Einfamilienhauses „vershoppen“. In der Mall reiht sich ein Luxus-Geschäft ans nächste, in der Mitte getrennt von einem künstlichen Kanal, auf dem ernsthaft Gondeln wie in Venedig fahren. Ziemlich schräg anzusehen.

Ich hab’s mir angesehen, meins war es aber nicht. Gerade 15 Minuten mit der Metro entfernt liegt mit Little India das zusammen mit Chinatown spanndendste Viertel der Stadt. Hier geht es so wuselig und bunt zu, dass man gar nicht vermutet, in derselben Stadt zu sein. Little India ist zwar das schmuddeligste Viertel, das ich in Singapur gesehen habe, aber ich habe mich dort sofort wohl gefühlt. Ein Laden mit bunten Klamotten reiht sich links und rechts der Serangoon Road an den nächsten, dazu die vielfältigen Gerüche und die vielen Menschen, die hier ständig unterwegs sind – großartig. Und natürlich ist Little India für Freunde der indischen Küche eine gute Anlaufstelle. Ich habe dort zweimal in einem der kleinen Straßenrestaurants hervorragend gegessen.

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